Einsiedlersiedlung (Mönchszellen)

baratlakas

 

Zwischen dem 11.-14. Jahrhundert wurden am Osthang der Erdburg von den Mönchen des griechischortodoxen Ordens Zellen gehauen. Zur Zellengruppe gehören eine Kapelle, ein Eßraum, die nach dem östlichen "Laura" - muster ausgestaltet wurden. Sie sind im Karpatenbecken, sogar in Mitteleuropa die einzigen am besten erhalten gebliebenen Einsiedlerhöhlen. Nicht weit von den Zellen befindet sich die einzigene Quelle von Tihany. Sie hieß früher Orosz kút, heute ist ihr Name Ciprian Quelle.

 

Kirchenruine von Apáti

Aus den 3 ehemaligen Dörfern aus der Arpadenzeit sind zwei, Ujlak und Apáti in den Türkenzeiten vernichtet worden. Ihre Plätze und Andenken bewahren Kirchenruinen. Die Kirchenruine der Gemeinde Apáti befindet sich bei dem nördlichen Eingang der Halbinsel. Sie wurde im 12.-13. Jahrhundert gebaut. Im erneuerten Zustand ist sie zu besichtigen.

 

Galgen-Hügel

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Im Jahre 1714 schenkte König Sigismund der Tihanyer Abtei das Recht über Leben und Tod und ermächtigte die Vertreter des Klosters zum Bau von Galgen und Kerker sowie zur Verurteilung und Todesvollstrekkung der auf dem Gebiet der Abtei ergriffenen Missetäter. Der Galgen wurde hier aufgestellt. Mit dem Galgenhügel ist eine nur in Tihany angewandte Fischfangsmethode eng verbunden: "Der gesehene Fisch". Von diesem Platz aus boebachtete der "Bergsteiger" den Alsenzug. Er gab dann Zeichen den anderen Fischern, die im Boot warteten.

 

Pfahl-Berg

Der neben der ehemaligen mittelalterlichen Burg liegender Berg bekam so seinen Namen: Die Burgsoldaten spießten hier die Türken auf, die die ungarischen Mädchen raubten und die Bauern peinigten.

 

Port

kikoto Von der Pisky-Promenade kann man den schönsten Hafen vom Balaton bewundern. Die Mole wurde von Káli Nagy Dezső geplant und zwischen 1909-1911 gebaut.

 

 

 

 

Die Kirche und Ihre Umgebung

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Nach der Sitte der christlichen Herrscherfamilien ließ König Andreas I. im Jahre 1055 eine Familiengrufte und darauf ein Kloster bauen. Das Klos-terleben hat im 16. Jahrhundert aufgehört, weil das Kloster während der Türkenzeit zur Grenzburg umgestaltet wurde. Sie wurde niemals eingenommen. Aus der Zeit der Kuruzen sind keine ausführlichen Beschreibungen über den Ort und den Grundriss der Burg geblieben. Nur die Promenade zwischen dem Echohügel und der Kirche trägt den Namen des ehemaligen Kommandanten, István Pisky. Seit dem Jahre 1716 gehören das Kloster und die Abteigüter zur Erzabtei Pannonhalma. Der Bau des noch heute stehenden Gebäudekomplexes wurde im Jahre 1754 beendet. Von der Pisky-Promenade kann man den schönsten Hafen vom Balaton bewundern. Die Mole wurde von Kali Nagy Dezsõ geplant und zwischen 1909-1911 gebaut.

 

Echo

Es liegt östlich vom Kreuzweg. Laut der Aufzeichnungen vom Anfang des 19. Jahrhunderts kommen die in Richtung der Kirchenmauer gerufenen Wörter zurück. In dem ältesten Balatoner Reiseführer war zu lesen, daß die Füreder Gäste nach Tihany fuhren, um Echo zu hören, weil die Kirchenmauer die Wörter schwach aber völlig zu verstehen wiederholen. Viele bedeutende Dichter haben über das Echo Gedichte geschrieben. Wegen des stärkeren Straßenverkehrs hat sich das Echo seit 1960 geschwächt.

 

Kreuzweg

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In einigen Jahren vom 1926 wurde der schönste Kreuzweg des Landes im 20. Jahrhundert aus Spenden gebaut. Er stellte die Leiden und den Leidensgang von Christus dar, und er wurde durch Bronzereliefs geschmückt. Die "Stationen" wurden in Namen der Komitate "von geschichtlichen Ungarns" und der freiköniglichen Städten aufgestellt. An der Spitze wurde der Steinkreuz von Christus aufgebaut. Im Hintergrund befanden sich die aus geysirischen Kalksteinblöcken gebauten "Dreihügel", und die Bronzetafel des ungarischen Königs Karl IV. Im Jahre 1960 wurde der Kreuzweg zerstört. Am 28. Mai 1992 wurde der Grundstein des neuzubauenden Leidensweges gelegt. 1998 haben die Arbeiten begonnen und am 15. Oktober 2000 wurden die bis dann fertiggewordenen neuen Stationssäulen und die temporär aufgestellten drei Holzkreuze übergeben. Die Andreas IV. Leidensweg Stiftung (IV. Károly Kálvária Alapítvány) empfängt seit dem gerne die Spenden.

 

Kirchenruine von Ujlak

An der südlichen Spitze der Halbinsel liegt die Kirchenruine von Ujlak, die die Erinnerung des ehemaligen Fährdorfes bewahrt. Die Ruine verdient eine Besichtigung, da das Kreuzrippengewölbe des Sanktuariums noch verhältnismäßig gut wahrnehmbar ist.

 

Hügelgräber

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Am Südhang der Erdburg liegen die Hügelgräber der ehemaligen Fürsten der Erdburg, in denen mehr als 1000 Kubikmeter Kalksteiner zusammengetragen wurden und das ganze wurde dann mit Erde bedeckt. Die Hügelgräber wurden am Anfang der 1970- er Jahren erschloßen und Scherbenhaufen von Tongeschirren, bronze Schmuckstücke und verkohlte Weizenkörner kamen zum Vorschein.

 

Altenburg

Das "Óvár" Erdschanzsystem mit ovalem Grundniss wurde am Ende der Bronzezeit gebaut. Es ist die am besten erhalten gebliebene Erdburg am Balaton. Sie diente in den kriegerischen Zeiten für die Völker der Gegend als Zufluchtsort und es war gleichzeitig Fürstenresidenz.